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Energiesparhäuser

Eine Investition, die sich lohnt

Energiesparhaus
Energiesparhaus mit Holz- und Putzfassade

Ein Großteil der Energie, die in jedem Haushalt verbraucht wird, entfällt auf die Gebäudeheizung. Neben einem optimalen Nutzerverhalten in Bezug auf das Heizen und Lüften, hilft vor allem eine gut gedämmte Gebäudehülle, Energie und somit auch Kosten zu sparen.

Gleichzeitig leisten Sie Ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz, der mit immer höheren Anforderungen an die Gebäudedämmung auch vom Gesetzgeber vorangetrieben wird.

Was zeichnet ein Energiesparhaus aus?

Neben einer rundherum gut gedämmten und luftdichten Außenschale ohne Wärmebrücken, haben auch Fenster und Türen ihren Teil an Luftdichtigkeit und Wärmeschutz beizutragen. Idealerweise werden große Fensterflächen nach Süden (solare Wärmegewinne) und wenige kleine Fenster in Richtung Norden ausgerichtet. Energetisch sinnvoll ist eine kompakte Bauweise, da über eine geringere Oberfläche weniger Wärme verloren geht. Darüber hinaus sollte die Heiztechnik modernsten Anforderungen gerecht werden und bestenfalls mit einer Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnungsfunktion kombiniert werden. Überdies können eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung und eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung dazu beitragen die Energiekosten zu senken.

Energiesparhaus
Energiesparhäuser im Bauhausstil

Welche unterschiedlichen Arten von Energiesparhäusern gibt es?

Das Niedrigenergiehaus (NEH)

Das Niedrigenergiehaus ist gekennzeichnet durch einen geringen Energiebedarf für Gebäudeheizung und Warmwassererzeugung. Es entspricht heute in etwa dem KfW Effizienzhaus 100 und damit den Energiesparanforderungen, die aktuell von der Energieeinsparverordnung (EnEV) für Neubauten gefordert werden. Neben Neubauten können auch Altbauten derart saniert werden, dass sie den Anforderungen eines Niedrigenergiehauses entsprechen.

Das KfW-Effizienzhaus

Auch die von der KfW mit zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen geförderten Effizienzhäuser stehen für Energieeffizienz und einen geringen Jahresheizwärmebedarf. Sie werden in 7 Kategorien vom KfW-Effizienzhaus 115 bis zum KfW-Effizienzhaus 40 eingeteilt. Je geringer die Zahl, desto höher die Energieeffizienz und damit auch die Förderung.

Beispiel:
Bei einem KfW-Effizienzhaus 70 darf der Primärenergiebedarf des Gebäudes maximal 70 % eines Vergleichsgebäudes nach EnEV betragen. Die Anforderungen der EnEV werden also um 30 % unterschritten.

Die Kategorien:

  • KfW-Effizienzhaus 40 – gilt nur für Neubauten, dessen Primärenergiebedarf maximal 40 % eines Vergleichsgebäudes nach EnEV beträgt
  • KfW-Effizienzhaus 55 – gilt für Neubauten und Bestandsgebäude, dessen Primärenergiebedarf maximal 55 % eines Vergleichsgebäudes nach EnEV beträgt
  • KfW-Effizienzhaus 70 – gilt für Neubauten und Bestandsgebäude, dessen Primärenergiebedarf maximal 70 % eines Vergleichsgebäudes nach EnEV beträgt
  • KfW-Effizienzhaus 85 – gilt für Bestandsgebäude, dessen Primärenergiebedarf maximal 85 % eines Vergleichsgebäudes nach EnEV beträgt
  • KfW-Effizienzhaus 100 – gilt für Bestandsgebäude und entspricht den Anforderungen eines Neubaus nach EnEV
  • KfW-Effizienzhaus 115 – gilt für Bestandsgebäude, der Primärenergiebedarf darf um 15 % über dem von Neubauten liegen
  • KfW-Effizienzhaus Denkmal – gilt für denkmalgeschützte Gebäude, dessen Primärenergiebedarf maximal 160 % eines Vergleichsgebäudes nach EnEV beträgt

Das 3-Liter-Haus

Der Begriff des 3-Liter-Hauses wurde Ende der 90er Jahre vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) geprägt. Die 3-Liter-Häuser sind eine Weiterentwicklung der Niedrigenergiehäuser. Sie sind äußerst gut gedämmt und mit dreifacher Wärmeschutzverglasung, einer effizienten Heizungsanlage sowie einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung ausgestattet. An Primärenergie verbrauchen sie 3-Liter Heizöl, das entspricht in etwa 30 kWh/(m²a).

Das Passivhaus

Das Passivhaus ist eine weitere Entwicklung zur Senkung des Energiebedarfs. Es ist durch eine noch effektivere Dämmung der Gebäudeaußenhülle, Luftdichtigkeit, eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, große nach Süden ausgerichtete Fensterflächen mit Dreifachverglasung und gedämmten Rahmen, eine kompakte Bauweise sowie eine Solaranlage gekennzeichnet.

Durch die Nutzung solarer Energiegewinne (über Fensterflächen und Solaranlage) und der Wiederverwertung passiv erzeugter Energie (Personen, elektrische Geräte) mittels Wärmerückgewinnungsanlage kann das Passivhaus auf eine konventionelle Heizungsanlage verzichten. Bei einem Jahresheizwärmebedarf von maximal 15 kWh/(m²a) benötigt ein Passivhaus rund 90 % weniger Heizenergie als ein konventionelles Gebäude.

Das Null-Energiehaus

Beim Null-Energiehaus handelt es sich um ein Passivhaus, welches seinen geringen Energiebedarf meist dank einer Photovoltaik-Anlage selbstständig decken kann.

Das Plusenergiehaus

Das Plusenergiehaus übertrifft selbst das Null-Energiehaus, da es über das Jahr gesehen mehr Energie erzeugt als seine Verbraucher im selben Zeitraum verbrauchen. Es steht für 100 % Selbstversorgung aus erneuerbaren Energien und ein Wohnen ohne Emissionen.


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